Galerien bilden den Primärmarkt im Geschäft mit der Kunst. Hat sich ein zeitgenössischer Künstler etabliert, ergeben sich häufig auch Geschäfte im Sekundärmarkt. Aus kunstrechtlicher Perspektive stellen sich insbesondere Fragen des Vertragsrechts mit dem geförderten Künstler, des Kaufrechts und des Urheberrechts. Betriebswirtschaftlich gesehen ist auch das Gesellschaftsrecht von entscheidendem Interesse.

Um geschäftliche und zugleich künstlerische Freiheit zu sichern, beraten wir Künstler und Galerist in ihren Vertragsverhandlungen. Bei Exklusivverträgen schützen wir Künstler vor Knebelverträgen. Die hohen wirtschaftlichen Risiken machen es für den Galeristen notwendig, sich sicher im Bereich des Kaufrechts zu bewegen und erfolgreiche Verkäufe nicht ungerechtfertigten Rückabwicklungswünschen auszusetzen. So ist besonders bei Großplastiken für den Käufer von hohem Interesse, ob möglichen Veränderungen des Kunstwerks das Persönlichkeitsrecht des Künstlers entgegensteht. Eine Außerachtlassung solch essentieller Vorbehalte des Künstlers könnte im Einzelfall haftungsbegründend sein.

Urheberrechtliche Probleme können bei der Vermarktung mit dem Künstler direkt oder mit Verwertungsgesellschaften wie der VG Wort Bild auftreten. Wir klären beide Seiten über die Feinheiten von Folge-, Vervielfältigungs- und Verbreitungsrecht auf.

Bedeutend für einen angehenden Galeristen ist auch das Gesellschaftsrecht. Hier stellt sich nicht nur die Frage der zu wählenden Rechtsform, sondern auch der Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag über Arbeitsteilung und Verantwortlichkeiten bei Zusammenarbeit von mehreren Galeristen. Wir zeigen Konsequenzen der möglichen Entscheidungen auf und helfen durch rechtssichere Vereinbarungen hausinternen Streitigkeiten vorzubeugen.

Wichtig sind in diesem Bereich auch die rechtlichen Vorbereitungen für eine Kunstmesse. Ob One-Man Show oder größeres Portfolio- wir unterstützen Sie während der Vorbereitungen. Von wesentlicher Bedeutung kann hier auch der Ort des Vertrages sein, um steuerliche Vorteile nutzen zu können.

 Falls sich Künstler und Galerist trennen, bleiben oftmals viele Fragen offen. Die Themengebiete reichen von noch ausstehenden Verkäufen und Reservierungen, über die Rückkehr der Leihgaben bis hin zu den noch offenen Provisionszahlungen.